Besser für Tiere, besser fürs Fleisch
Welchen Einfluss Stress auf Tierwohl und Fleischqualität hat
Warum Hoftötung das Tierwohl verbessert
Bei der Hoftötung bleiben die Tiere in ihrer vertrauten Umgebung, im Stall und in ihrer Herde. Sie verbringen ihre letzten Momente dort, wo sie sich sicher fühlen – ohne Transport, ohne Warten und ohne unnötige Angst.
Keine Tiertransporte
Die Tiere bleiben in ihrer gewohnten Umgebung – kein Einladen, kein Transport, kein Ausladen
Keine Wartezeiten im Schlachthof
Kein Kontakt mit fremden Tieren, Lärm, Enge oder unbekannten Personen
Vor Ort
Tiere bleiben ruhig, weil sie an der vertrauten Umgebung und den betreuenden Personen bleiben.
Würdevoller letzter Moment
Der Tod erfolgt dort, wo das Tier gelebt hat – ohne Angst und Stress
Es gibt keinen Lebendtiertransport und keine Wartezeiten im Schlachtbetrieb. Die Hoftötung erfolgt innert weniger Minuten. Stress durch Transport und fremde Abläufe entfällt vollständig.
Die Tiere werden von bekannten und vertrauten Menschen betreut. Der Tag verläuft bis kurz vor der Tötung wie jeder andere auch. Dadurch erkennen die Tiere nicht, was gleich passieren wird, und erleben keinen zusätzlichen Stress vor der Schlachtung.
Der Weg der Tiere bei konventioneller Schlachtung
Vor der Schlachtung durchlaufen Tiere mehrere Stationen. Sie werden aus ihrer vertrauten Umgebung und von ihrer Herde getrennt, verladen und teilweise über längere Strecken transportiert. Dabei begegnen sie fremden Artgenossen, unbekannten Menschen sowie neuen Geräuschen, Gerüchen und Abläufen. Diese fremden Eindrücke verursachen Stress und können belastend sein.
1. Verladen auf dem Hof
Fort von Zuhause
Vor der Schlachtung werden die Tiere auf dem Hof in einen Transportanhänger verladen. Dazu werden sie von ihrer vertrauten Umgebung und ihrer Herde getrennt und kommen in einen Transportanhänger mit fremden Artgenossen.
2. Transport zum Schlachtbetrieb
Fahrt in fremder Umgebung
Meistens werden Tiere von unterschiedlichen Landwirtschaftsbetrieben eingesammelt und gemeinsam in einem Anhänger transportiert. Nach mehreren Stopps auf den einzelnen Betrieben erfolgt der Transport zum Schlachtbetrieb. In der Schweiz darf die Transportzeit dabei bis zu acht Stunden betragen.
3. Warten im Schlachtbetrieb
Ungewissheit an fremdem Ort
Nach der Ankunft im Schlachtbetrieb werden die Tiere in einem Warteraum untergebracht, wo sie bis zur Schlachtung verbleiben. Dort treffen sie erneut auf fremde Artgenossen. Zudem darf die Wartezeit im Schlachtbetrieb bis zu weiteren vier Stunden betragen.
4. Die Zeit vor der Schlachtung
Eine lange Zeit
Vom Aufladen auf dem Hof bis zur Schlachtung können bis zu zwölf Stunden vergehen. Eine lange Zeit, in der die Tiere mehrfachen Belastungen ausgesetzt sind: ungewohnte Umgebungen, fremde Artgenossen, unbekannte Menschen sowie neue Geräusche, Gerüche und Lärm. Diese Faktoren führen zu erheblichem Stress, lange bevor die eigentliche Schlachtung beginnt.
Weniger Stress - mehr Tierwohl
Wissenschaftlich erwiesen
Cortisol ist ein Stresshormon, das bei Stress ausgeschüttet wird, also wenn ein Tier Angst, Schmerzen oder starke Belastung erlebt. Studien zeigen: Tiere, die direkt auf dem Hof getötet werden, haben deutlich weniger Stress als Tiere, die erst transportiert und im Schlachtbetrieb geschlachtet werden. Das lässt sich messen, weil der Cortisolwert im Blut bei gestressten Tieren stark ansteigt. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass bei der Hoftötung dieser Cortisolwert signifikant tiefer ist als bei der Schlachtung im Schlachtbetrieb. Der Cortisolgehalt im Blut war bei den Tieren, die im Schlachtbetrieb geschlachtet wurden bis zu zwanzigmal mal höher als bei Tieren, die auf dem Hof getötet wurden.
Kurz gesagt: Hoftötung bedeutet für die Tiere deutlich weniger Stress und fördert das Tierwohl.
Bessere Fleischqualität
Wie sich Stress aufs Fleisch auswirkt
Tiere reagieren auf Angst und Stress ähnlich wie Menschen. Wenn sie stark gestresst sind, zum Beispiel durch Transport, fremde Umgebung, Lärm oder Wartezeiten im Schlachtbetrieb, schüttet ihr Körper Stresshormone aus. Stress vor der Schlachtung hat einen direkten und wissenschaftlich erwiesenen Einfluss auf die Fleischqualität. Vereinfacht gesagt: Je mehr Stress ein Tier erlebt, desto schlechter kann die Fleischqualität werden.
Dieser Stress hat direkte Folgen für das Fleisch:
• Das Fleisch wird zäher
• Es verliert beim Kochen oder Braten mehr Saft
• Geschmack und Haltbarkeit können leiden
Erlebt das Tier weniger Stress, wirkt sich dies positiv auf Zartheit, Saftigkeit und Geschmack des Fleisches aus. -> Tierwohl, das man schmeckt.
Zart und saftig dank stressfreier Schlachtung
Was ein Tier in seinen letzten Momenten erlebt, beeinflusst direkt die Fleischqualität.
Die Hoftötung sorgt für eine ruhige, stressarme Schlachtung und kann so Zartheit, Saftigkeit und Frische des Fleisches bewahren. Und das aus regionaler, tierfreundlicher Produktion.
Bessere Zartheit
Bleibt ein Tier vor der Schlachtung ruhig, kann sich das Fleisch optimal entwickeln. Das Ergebnis ist eine zarte, angenehme Textur, wie sie für hochwertiges Fleisch typisch ist.
Mehr Saftigkeit
Weniger Stress erhält die natürlichen Energiereserven im Muskel. Dadurch kann das Fleisch mehr Wasser binden, bleibt beim Garen saftig und trocknet weniger aus.
Natürlicher Geschmack
Stressarm erzeugtes Fleisch schafft günstige Voraussetzungen für ein einzigartiges Geschmackserlebnis.
Geringerer Tropfsaftverlust
Ohne Stress bleiben die Muskelstrukturen intakt. Das Fleisch verliert weniger Flüssigkeit. Qualität, Frische und Aussehen bleiben besser erhalten.
Tierwohl, das man schmeckt
Je weniger Stress ein Tier erlebt, desto besser ist die Fleischqualität. Die Hoftötung kombiniert beides: eine tierfreundliche, stressfreie Tötung und ein hochwertiges Lebensmittel. Das Ergebnis ist Fleisch, das mit gutem Gewissen genossen werden kann.
Stimmen aus der Praxis
Produzenten und Dienstleister über die Hoftötung